1.Genetik

1. Speicherung der genetischen Information

1.1. Bau des Zellkerns

1.2. Struktur und Funktion der Chromosome

1.3. Bau, Struktur und Funktion von DNA und RNA

1.4. Vom Gen zum Protein

2. Übertragung der genetischen Information

2.1. Die Mitose

2.2. Die Meiose

2.3. DNA-Replikation

2.4. Genregulation

3.Veränderung der genetischen Information

3.1.Mutationen

3.2. Modifikation

3.3. relative Konstanz und Variabilität innerhalb der Art ( Mendel)

3.4. Expressivität und Penetranz der Gene

4. Humangenetik

4.1. genetisch bedingte Erbkrankheiten

4.2. autosomale und gonosomale Vererbung

5. Ausgewählte Anwendungsgebiete der Genetik

5.1. Bakterien

5.2. Viren

5.3. gentechnische Verfahren


 


1. Speicherung der genetischen Information

1.1. Bau des Zellkerns

Die genetische Information einer Zelle wird im Zellkern, in Form von Chromosomen gespeichert. Der Zellkern dient der Informationsweitergabe und der Steuerung der Lebensvorgänge. Es gibt 2 Arten von Zellen:

1. Prozyte

Prokaryoten sind immer Einzeller, wie z. B. Bakterien. Sie besitzten keinen echten Zellkern, sondern nur ein Kernäquivalent. Ihr genetisches Material liegt frei in der Zelle vor.

2. Eucyte

Eukaryoten können Ein- und Vielzeller sein, wie z.B. Tier- und Pflanzenzelle. Sie besitzen einen echten Zellkern, der die DNA schützt.

Stoffliche Zusammensetzung des Zellkerns

Der Zellkern besteht zu 1% aus RNA und 37% aus DNA, Ein weitere wichtiger Bestandteil sind die Proteine. Dabei machen die Histone 37% aus. Histone setzen sich aus acht Molekülen Histon . Protein zusammen, man kann sie sich als eine Art Scheibe vorstellen, auf die die DNA aufgewickelt wird. Außer den Histonen befinden sich noch weitere Proteine im Zellkern, welche einen Anteil von 25% ausmachen.

Zustandsformen des Zellkerns

1.Funktionsform

Wenn der Kern in seiner Funktionsform vorliegt, wird er als Ruhekern bezeichnet. In dieser Form befindet er sich im nichtteilungsfähigen Zustand und kommt seiner Steuerfunktion ( Steuerung des Stoffwechsels .. .) nach . Die genetische Information liegt als Chromatingeflecht vor.

2.Transportform

Wenn der Kern in seiner Transportform vorliegt, befindet er sich im teilungsfähigen Zustand und wird als Arbeitskern bezeichnet. In dieser Form liegt das genetische Material in Form von Chromosomen vor, wodurch er seine Hauptaufgabe, Verteilung des genetischen Materials, nachkommen kann.

Bau

Quellbild:http://www.zytologie-online.net/zellkern.php

1.Kernmembran

Der Zellkern besteht aus einer Doppelmembran, wodurch er besser gegen Mutationen geschützt ist, als mit einer Einfachmembran. Diese Membran dient zur Kompartimentierung und zum Stoffaustausch. Sie mündet in das Einmembransystem des Endoplasmatischen Retikulums.

Das ER ist ein röhrenförmiges Gebilde mit einer Einfachmembran, was sich direkt am Kern anschließt.

2.Nukleolus

= Kernkörperchen. Oft liegen im Zellkern zwei oder mehrere vor. Sie sind an der Bildung der Ribosome beteiligt.

3. Kernporen

Sind keine Löcher, sondern kleine Proteinpartikel (Proteineinlagerungen) . Sie dienen dem Stoffaustausch zwischen den Zellkern. So werden u.a. m-RNA Moleküle aus dem inneren des Zellkerns ins Cytoplasma transportiert.

4.Chromatin

= Fadengeflecht. Ist der Komplex aus DNA und Proteinen Er ist die genetische Information, der die Zelle lenkt und steuert.

5.Chromosome

Als Chromosome bezeichnet man die spiralisierte Form des Chromatins.

6.Kerngrundplasma

Die bereits genannten Zellorganellen liegen nicht im leeren Raum herum, sondern sind im kerngrundplasma eingebettet. Somit dient das Kerngrundplasma den Stoffwechselprozessen.

 

1.2. Struktur und Funktion der Chromosome

Ein Chromosom ist ein einzelner Komplex aus DNA und Proteinen. Es ist die Verpackungseinheit für ein Molekül der DNA und somit die stoffliche Grundlage für die Gene. Das Material aus dem die Chromosomen bestehen wird auch als Chromatin bezeichnet. Die X-ähnliche Form der Chromosomen, die in den meisten Darstellungen vorherrscht, tritt nur in einem kurzen Abschnitt während der Metaphase der in der Mitose auf. Ein Chromosom besteht aus:

1.Zentromer

= Primärschnürung . Ist der Mittelpunkt des Chromosoms

 

2. Chromonema

Das ist die kleinste noch lichtoptisch auflösbare fädige Längsstruktur des Chromatins im Chromatid.

3.Chromomere

 Sind knotenartige, meist nur in der frühen Prophase der Meitose sichtbare kleine Verdickung des Chromonemas als Verdichtung des Euchromatins.

4. Chromatide

Jedes Chromosom besteht aus mindestens zwei Chromatiden, wobei jedes einzelne mindestens einen vollständigen DNA- Strang besitzt.

5. Sekundäreinschnürung

Als Sekundärschnürung wird der Chromatinabschnitt bezeichnet, der keine erkennbare Chromonema hat, da er wenig Chromomere besitzt.  Als Sekundäreinschnürung wird also ein DNA armer Berreich bezeichnet.

6.Telomere

 Sind die natürliche Chromosomenenden, welche auch als Satellit bezeichnet werden. Dieser kurzer Rest ist aber nicht überall vorhanden.

Verschiedene Strukturmodelle

Funktion von Anzahl von Chromosomen

1= DNA- Doppelhelix.

2= Aufwicklung der DNA auf Histone

3= Schematisierter Chromatinstrang während der Interphase vor der DNA- Verdopplung mit Zentromer

4= Kondensiertes Chromatin während der Prophase

5= Metaphasechromosom/Zwei-Chromatiden-Chromosom

Chromosomenarten

Chromosome lassen sich in Autosomen und Gonosomen differenzieren.

1. Autosome

Autosome bezeichnet man den Teil der Chromosome, der nicht zu den Gonosomen gehört. Sie sind für alles zuständig, was die Gonosomen nicht machen. Sie sind immer doppelt vorhanden, deshalb sind Körperzellen auf die Autosome bezogen stets diploid.

2. Gonosome

Sind die Geschlechtschromosome, die über unser Geschlecht entscheiden. Sie sind immer haploid, das heißt, dass die Frau zwei X- und der Mann ein X- und ein  Y- Chromosome besitzt.

Chromosomensatz

Jeder Organismus hat eine ganz spezifische Chromosomenzahl, einen ganz spezifischen Chromosomensatz. Als diploid bezeichnet man ein Chromosom was doppelt vorkommt und als haploid, was nur einmal vorkommt.

Das Genom ist die Gesamtheit aller Chromosomen eines Organismus. Das Genom des Menschen besteht aus 46 Chromosomen. Es setzt sich aus 22 Chromosomenpaaren und XX oder XY Chromosomen zusammen.

 

1.3.Bau, Struktur und Funktion von DNA und RNA

1. DNA

= Desoxyribonukleinsäure. Sie besteht aus einen informativen- und einen nichtinformativen Teil, der Seitenstrang.

1.1.Informative Bauteile

Der informative Teil der DNA sind die Sprossen, welche aus den 4 organischen Basen besteht:

Adenin:

Thymin

Guanin

Cytosin

Entsprechend der Basenbinderegel und der spezifischen Rumstrukturkönnen sich immer nur Adenin und Thymin über 2- und Guanin und Cytosin über 3 Wasserstoffbrücken miteinander vereinen. Die Basen sind somit komplementär.

Bildquelle: http://www.theodor-frey.de/zahlen.htm

Die Abfolge von drei Basenpaaren wird als Triplett bezeichnet, in ihr ist die Information von einer Aminosäure verschlüsselt.  Mehr als drei aufeinanderfolgende Tripletts werden als Gen bezeichnet. Ein Gen enthält die Information zur Synthese von einen Protein.

1.2. nichtinformativer Teil

Ist das Poly-Zucker-Phosphatgerüst, woran die Basen nach innen gebunden sind.

Phosphorsäure= H3PO4

Das Wasserstoffmolekül  ist mit dem Sauerstoff über eine Ionenbindung verbunden. Ionenbindungen lassen sich in Wasser auflösen .Wenn sich alle 3 Wasserstoffmoleküle abdissozieren entsteht Phosphat PO43- ,ein Anion.

Ribose

C5H10O6 ist die Summenformel der Ribose. Bei der DNA kommt sie als Desoxyribose vor, also mit einen Sauerstoffatom weniger.

Zusammensetzung des Seitenstranges

Ein Wasserstoffion vom Phosphat und ein Hydroxydion von der  Ribose werden abdissoziert. Dadurch entsteht eine Bindung zwischen den nun freien Sauerstoffion und dem C5 der Ribose durch Kondensation. Am freien C3 Ende der Ribose kann sich nun ein neue Phosphorsäure anlagern. Dieser Strang beginnt mit einen dreier Ende (3´) und endet mit einen fünfer Ende (5´ ).

Bei einen antiparallelen Stang beginnt er am fünfer Ende und endet am dreier Ende. Das Sauerstoffmolekül zeigt in diesem Fall nach unten.

Die Bindungsart zwischen dem Phosphatrest und der Ribose ist eine Atombindung, die über das C3, bzw. das C5 Atom aufgebaut wird. Genauso wie die Bindung zwischen dem Zucker und der Base, die über das C1-Atom besteht.

Bau der DNA im Modell

Bildquelle.http://www.zum.de/Faecher/Materialien/beck/bs11.htm

P= Phosphatrest

z= Pentose

B= org. Base

Eine Verbindung von einen Phosphatrest, einer Pentose und einer organischen Base, wird als Nukleotid bezeichnet

Zwei Nukleotide werden als Doppelnukleotid bezeichnet.

Raumstruktur

Die Raumstruktur wurde 1953 durch Watson und Chrick entdeckt. Sie fanden heraus, dass unsere DNA ein Doppelnukleotidstrang ist, der sich nach innen dreht, vergleichbar mit einer Strickleider. So entwarfen sie die uns bekannte Doppel- Helix- Struktur.

Bildquellehttp://www.zum.de/Faecher/Materialien/beck/bs11.htm

Eine Schraubwindung umfasst 10 Nukleotide. Die L änge eines DNA Stranges ist sehr unterschiedlich. Sie wird angegeben von 70 Doppelnukleotiden bis zu einigen Millionen Doppelnukleotiden, daraus ergibt sich ein Problem.

Die Kernporen sind zu klein um Makromoleküle , wie die DNA hindurch zu lassen.  Dadurch muss die DNA über Helfer zu den Ribosomen transportiert werden.

 

Deshalb müssen die Helfermoleküle einige Bedienungen erfüllen:

1. Die Makromoleküle müssen kleiner sein, um die Poren zu durch dringen

2. Sie müssen in der Lage sein, die DNA fehlerfrei ab zu lesen

3. Sie müssen dem Bau der DNA ähneln

4. Makromoleküle müssen in der Lage sein. sich ständig auf- und abbauen zu können.

2. RNA

= Ribonukleinsäure. Im Gegensatz zur DNA ist sie einsträngig

2.1. Bauteile

Die RNA besitzt als Zucker die Ribose mit der Formel C5H10O5 der mit dem Phosphatrest verbunden werden kann. Ein weitere Bestandteil der RNA sind die Base, wie bei der DNA, nur das hier statt der Base Thymin, Uracil verwendet wird.

2.1.1. m-RNA und t-RNA

Die m-RNA ist die Boten- messager- Überträger -RNA . Sie ist ein langgestrecktes Einzelmolekül, dass sich vom fünfer zum dreier Ende aufbaut. Sie ist ca 800 Nukleotide lang.

http://de.wikipedia.org/wiki/TRNA

Die t-RNA baut sich vom dreier Ende zum fünfer Ende auf  und wird auch als transfer- Transport RNA bezeichnet. Sie ist kleeblattförmig aus einen Einzelstrang , wie dir m-RNA aufgebaut .

Jedes t-RNA Molekül ist spezifisch in Bezug auf die   Aminosäure-Erkennungsstelle (im Bild als Anticodon bezeichnet ). Am Aminosäurearm ist die AMS- Anheftstelle.

2.2.Namen der entscheidenden Tripletts

3´…. 5´ 

=Erkennungstiblett der t-RNA

=Anticodon

= Anticodogenerstrang

5´…  3´

=Triplett der m-RNA

=Codon

= Codonstrang

3´…..5´

=Triplett der DNA

=Codogene

=Codogenerstrang

5´…..3´

=Triplett des Reservestrangs

 

 

2.3.Stabilität von DNA und RNA

Die m-RNA ist instabil. Sie exeistiert in Abhängigkeit davon, was gerade abgelesen wird. Sie besteht immer nur Zeitweiße, baut sich auf und wieder ab.

Die t-RNA ist stabil. Es gibt 20 verschiedene t-RNA Moleküle mit unterschiedlichen Strukturen. Für jede zu transportierende Aminosäure existiert ein spezifische t-RNA. Sie sind immer vorhanden, genauso wie die beiden DNA Stränge.

2.4. Zusammenfassung/ Vergleich DNA und RNA

Merkmale DNA m-RNA t-RNA
Bausteine im Seitenstrang

= der nichtinformativer Teil mit dem Phosphatsäurerest und  der 2-Desoxyribose

= nichtinformativer Teil mit dem Phosphatsäurerest und der Ribose =nichtinformativer Teil mit Phosphatsäurerest und der Ribose
Organische Basen = der informative Teil mit den Basen Adenin- Thymin und Guanin - Cytosin = der informative Teil mit den Basen Adenin- Uracil und Guanin - Cytosin = der informative Teil mit den Basen Adenin- Uracil und Guanin - Cytosin
Anzahl der Polynukleotidstränge

2

5´...3´ = Reservestrang

3´...5´= Codogen

1

5´...3´= Codonstrang

 

1

3´...5´= Anticodon

 

Räumliche Anordnung

-rechtsdrehender Doppelhelix-Strang

-komplementär

-antiparallel

- langgezogen / linear

- nicht spiralisierte

-Einzelstrang

-Einzelstrang

- Kleeblattform

-t- förmig

Anzahl der Nukleotide 70 bis einige Millionen 800 Nukleotide 74-95 Nukleotide
Funktion

-Speicherung der genetischen Information

-primärer Speicher

- Übermittlung der Kern DNA zu den Ribosomen

-sekundärer Speicher

-Spezifischer AMS-Träger vom Grundplasma zu den Ribosomen

 

1.4. Vom Gen zum Protein

1.Aminosäuren

= sind organische Verbindungen, die aus Kohlenwasserstoff und speziellen funktionellen Gruppen bestehen

-COOH = Carboxylgruppe, eine organische Saure

-NH2 =Aminogruppe, sie besteht immer aus N und H

-beides sind die funktionellen Gruppen, die die stofflichen Eigenschaften prägen

-die dargestellt AMS ist die einfachsteAMS Glycin

 

1.1. Eigenschaften von Aminosäuren

Carboxylgruppe

Aminogruppe

Aminosäuren ( 15 von 20)

-OH+H2OàH3O++COO-

-reagiert sauer, wegen der gebildeten Hydroniumionen

-NH2+H2OàOH-+NH3+

-reagiert basisch, wegen der gebildeten Hydroxidionen

H3O++OH-à 2H2O

-reagiert neutral, weil die Carboxylgruppe sich mit der Aminogruppe ausgleicht

1.1.1.neutral

Aminosäuren reagieren neutral , wenn die gleiche Anzahl von Aminogruppen, wie von Carboxylgruppen vorhanden ist.  15 von 20 Aminosäuren reagieren neutral, u.a. Glycin und Methionin.

1.2.2.sauer

Aminosäuren reagieren sauer, wenn die Carboxylgruppe überwiegt. Z.B. Asparaginsäure und Glutamatsäure.

1.1.3. basisch

Drei Aminosäuren reagieren basisch, da die Aminogruppe überwiegt. Z.B. Arginin und Lysin.

1.1.4. weitere Eigenschaften

Von den 20 Aminosäuren sind acht essentiell, welche mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, da der Körper sie nicht selber herstellen kann. Z.B. Phenylalanin. 19 Aminosäuren haben den gleichen Bau wie R (Rest- Variable). Eine weicht von dem Bau ab. Sie ist ringförmig aufgebaut und hat statt der NH2 Gruppe nur eine NH Gruppe, die ebenfalls basisch reagiert. Aminosäuren sind nur durch die funktionellen Gruppen reaktions- und verknüpfungsfähig.

2. Der genetische Code

1. Codeart

Der genetische Code ist ein Triplettcode, d.h.die drei organische Basen tragen die Information für eine Aminosäure. Aber warum bestimmen drei- und nicht nur zwei Basen welche Aminosäure gebildet wird?

41 = 4 Möglichkeiten für 20 AMSà geht nicht

42=16 Möglichkeiten für 20 AMSà geht nicht

43= 64 Möglichkeiten für 20 AMSà geht

2.Codezeichen

Die Codezeichen, die wir fest schreiben, basieren auf der m-RNA. Es gibt verschiedene Codezeichen. Die drei Stoppzeichen ( = Nonsenstriplett) codieren keine Aminosäure, sondern beenden den Bau. Z.B: UAA, UAG, UGA. Es gibt zwei Startzeichen, an denen die Protheinsynthese beginnt. Z.B. Methionin ( AUG) und Valin (GUG).

Insgesamt existieren 61 Codezeichen, inklusive der Startzeichen. Es gibt drei AMS, die sechs verschiedenen Codierungen haben, fünf AMS mit vier verschiedenen Codierungen, eine AMS mit drei unterschiedlichen Codierungen, neun AMS mit zwei Codierungen und zwei AMS mit nur einer Codierung.

Bedingt durch mehrere Codierungsmöglichkeiten müssen nicht alle Mutationen wirksam werden. Wird die Position drei im Triplett durch Mutationen verändert, können dennoch viele AMS richtig eingebaut werden. Der genetische Code ist ein degenerierter (= stark veränderter ) Code, weil eine AMS bis zu sechs verschiedene Codierungen haben kann.

3.Leseart des Codes

Bsp: 5´GTG AAC CCA TTT ...TGA 3´

Der genetische Code wird linear von links nach rechts gelesen. Er wird kommafrei und ohne Überlappung geschrieben. Pünktchen zeigen eine Lücke an. Wenn die Punkte nach, bzw. vor den Enden stehen, bedeutet das, dass nur ein Ausschnitt dargestellt wird.

4.Coderealisierung- Übersetzung

Codesonne

Quelle : http://www.cfreier.de/Hausaufgaben/Biologie/Codesonne/hauptseite.htm

Codelexikon

 

Quelle : http://www.arztauskunft-niedersachsen.de/rochelexikon/ro05000/

r6346.html

 

Der genetische Code basiert auf der m-RNA und wird mit Hilfe der Codesonne, bzw. des Codelexikon möglich. Dem entsprechend muss immer alles auf m.RNA umgeschrieben werden.

Bsp.:  3´GTG-AAC-CCA-TTT...TGA 5´ = DNA

         5´GUG-AAC-CCA-UUU...UGA 3` = m-RNA

5.Einsetzbarkeit

Der genetische Code ist universell einsetzbar. Das heißt, dass alle Lebewesen den gleichen genetischen Code haben, aber mit unterschiedlichen Codierungen.

2.Realisierung des genetischen Codes

Die Realisierung ist ein zweistufiger Prozess. Der erste Teil läuft im Zellkern ab und wird als Transkription (=Informationsübergabe ) bezeichnet. Der andere Teil läuft im Grundplasma (z.B. am rauen ER) ab. Dieser Vorgang nennt sich Transkription (Informationsentschlüsselung) .

1. Transkription

Quelle : http://www.myogenic.de/gfx/mrna.gif

Bei der Transkription, also der Informationsübertragung von der DNA auf die m-RNA wird nicht der komplette DNA Strang transkripiert, sondern immer nur einzelne Genabschnitte. In dem Bereich wo gerade transkripiert wird, bildet sich ein Transkriptionsauge, wie es auch auf der Abbildung zu sehen ist.

Zuerst muss der DNA Strang entspiralisiert werden, um dann anschließend den Doppelstrang in zwei Einzelstänge auf zu trennen. Dies geschieht mit Hilfe von Helicasen, die die Wasserstoffbrückenbindung zwischen den Basen aufheben .

Aktivierte RNA- Moleküle können sich nun komplementär an den Codogenen Strang anlagern, wobei Thymin zu Uracil umgeschrieben wird und anstelle der Desoxiribose eine Ribose eingebaut ist. Die RNA- Polymerase verbindet die einzelnen Nukleotide zu einen m-RNA Strang. Dafür benötigt es Informationen :

1. Vor jedem Gen gibt es eine Promotor- ein Startzeichen, der die Transkription und die Transkriptionsrichtung bestimmt.Ist der Promotor aktiv, so ist die Transkription möglich und wenn er deaktiviert ist, so ist auch die Transkription nicht möglich. Ein Promotor kann durch einen Effektormolekül aktiviert - und durch einen Repressor deaktiviert werden.

2.Bedienung

Die RNA Polymerase kann sich nur vom 5´zum 3´RNA aufbauen, deshalb ist die m-RNA vom 5´...3´ aufgebaut, da die Abschreibung komplementär und antiparallel erfolgt, ist der Codogene Strang vom 3´...5´ aufgebaut.

Die RNA Polymerase benötigt ein Stoppzeichen. Wenn dieses erreicht ist, wird die Synthese abgebrochen. Die m.RNA löst sich von der DNA uns wandert durch die Kernporen zu den Ribosomen. Die DNA fügt sich wieder zusammen und das Transkriptionsauge verschwindet.

2. Translation

Quelle: http://bioweb.uwlax.edu/GenWeb/Molecular/Theory/Translation/ribosome.jpg

 

Die Translation ist dei Informationsentschlüsselung und erfolgt an den Ribosomen. Die kleine- und große Untereinheit des Ribosoms lagert sich nur an den Startcodon der m-RNA zu einen funktionstüchtigen Ribosom zusammen. Die t-RNA mit den Aminosäuren wird an den komplementären Startcodon, an der P-Stelle der kleinen Ribosomenuntereinheit gebunden . Der Anticodon bestimmt somit, welches Protein gebildet wird. Weitere aktivierte t-RNA Moleküle lagern sich an der zweiten Bindestelle, der A-Bindungstelle an.Dadurch hat der Anticodon Kontakt mit dem Codonstrang. Wenn die t-RNA komplementär ist, bleibt die Bindung bestehen und wenn nicht, dann fällt sie wieder ab. Die AS werden durch die große Untereinheit, durch chemische Prozesse unter Energieverbrauch miteinander verknüpft, dabei entstehen Peptidbindungen . Zwei miteinander verknüpfte AS werden als Dipeptid bezeichnet. Werden weitere AS angelagert, so verschiebt sich das Ribosom um ein Triplett auf der m-RNA vom 5´...3´. Die t-RNA an der P-Stelle rückt aus dem Ribosom heraus und löst sich ab, wobei die AS am entstehenden Protein gebunden bleibt. Die t-RNA geht zurück ins Grundplasma, bindet eine neue AS, wird durch Phosphorylierung aktiviert und kehrt dann wieder zurück. Die t-RNA an der A-Stelle rückt dann zur P-Stelle vor, wodurch die A-Stelle wieder für eine neues t-RNA-Molekül frei ist . Durch Wiederholung dieser  Vorgänge wird das Polypeptid verlängert. Der Translationsprozess endet beim Stoppzeichen auf der m-RNA. Wenn die m-RNA ihre Aufgabe erfüllt hat, dann löst sie sich ab und baut sich irgendwann wieder neu auf. Die Ribosome zerfallen wieder in ihre Untereinheiten und das gebildete Polypeptid wird frei und nimmt seine funktionsfähige Raumstruktur als Protein ein. Die t-RNA Moleküle wandern wieder zurück und holen sich neue AS. Während der Bioproteinsynthese können mehrer Ribosome gleichzeitig an einen m-RNA Strang arbeiten.

 

3.Bioproteinsynthese

Quelle: http://www.seilnacht.com/referate/peptid.gif

1, Das Wasserstoffion ist atomar an den Stickstofff gebunden und spaltet sich später ab, genauso wie das OH der Carboxylgruppe,so dass die beiden funktionellen Gruppen mit einander reagieren . Es verbindet sich immer eine Carboxylgruppe mit einer Aminogruppe, zwei gleiche würden sich abstoßen.

2.Die beiden funktionellen Gruppen haben sich in der Mitte verbunden über eine Peptidbindung- Zwei miteinander verknüpfte AS werden als Dipeptid bezeichnet. Weitere Verknüpfungen bilden das Polypeptid und wenn die Bioproteinsynthese an den Ribosomen abgeschlossen ist, so ist das Protein fertig.

 

4.Struktur der Proteine

Die Struktur der Poteine wird in zwei Berriche unterglierdert. Erstens die Primärstruktur, also die Aminosäure-Reihenfolge- die Sequenz, die im genetischen Code festgelegt ist und zweitens die räumliche Anordnung.

4.1.räumliche Anordnung-Sekundärstruktur

Faltblattstruktur

Zwei AS Ketten verbinden sich über die Wasserstoffbrückenbindung miteinander

Quelle: http://www.svua-krefeld.nrw.de/infoecke/bilder/faltblatt.gi

 

 

 

f

Helixstruktur

Eine AS-Kette verbindet sich über Wasserstoffbrücken

Quelle : http://www.guidobauersachs.de/oc/alpha2.jpg

4.2. Tertiärstruktur

Quelle: http://www.physik.uni-bremen.de/physics.education/niedderer/bingo/12_1/pic/proteine3.gif

Alle Molekülteile im Proteinmolekül sind durch Wechselwirkung der Seitenketten über Zwischenmolekulare Kräfte miteinander verknüpft, diese können Faltblattstruktur aber auch Helixstruktur aufweißen.

Solche verschiedenen Wechselwirkungen können 1.Disulfidbrücken , über zwei Schwefelatome sein, 2. Wasserstoffbrücken, als Zwischenmolekulare Kraft 3.Hydrophobewechselwirkung l= von der Waals Bindung 4. oder über richtige Ionenbindungen. Diese Wechselwirkungen geben dem Äußeren eine Form.

4.3. Quartärstruktur

ist die Verknüpfung aller möglichen räumlichen Anordnungen über die eben beschrieben Kräfte.

4.4. Einteilung der Proteine

Proteine lassen sich in die Proteine und die Protoide einteilen. Proteine sind reine AS- Ketten/ Polypeptidketen, die eine Primär-, Sekundär- und Tertiärstruktur aufbauen. Also z.B.manche Enzyme und Hormone wie Insulin.

Protoide bestehen aus Polypeptidketten und einen Nichtproteinanteil (Lipo..., Glyko...). Sie bauen Quartärstruktur auf. Wie z.B. Hämoglobin im Blut mit Eisen (II) oder Chlorophyl, als grünen Farbstoff.

4.5 Eigenschaften von Proteinen

Proteine können denaturieren, dass heißt, die Sekundär- und die Tertiärstruktur wird zerstört. Dadurch verlieren sie ihr spezifische biologische Raumstruktur , wodurch die zu katalysierenden Stoffe sich nicht mehr mit den aktiven Zentrum verbinden können.

Eine Denaturierung kann durch zu hohe Temperaturen hervorgerufen werden. Jedes Protein besitzt ein spezifisches Temperaturoptimum, überschreitet man die Grenze, so ist es reversibel für immer zerstört. Genauso können  Enzym/ Proteingifte wie Kupfer(II)sulfid und Silber (I)nitratgifte , Säuren , Laugen und Alkohole das Protein negativ beeinflussen.

4.5. Nachweiß von Proteinen

Proteine können durch die Biuretreaktion nachgewieen werden. Dabei wird 1 ml Eiweißlösung mit 1 ml Natronlauge und 3 Tropfen Kupfer(II)sulfatllösung versetzt. Proteine sind vorhanden, wenn sich nach dem Schütteln, das Gemisch violett färbt.

4.5. Bedeutung von Proteinen

Proteine sind wichtige Baustoffe für den Organismus, z.B. in der Biomembran. Sie sind als Hormone und Enzyme in unserem Körper wirksam. Auch in unserem Immunsystem sind sie als Antikörper tätig.

 

2. Übertragung der genetischen Information

2.1.Die Mitose

Quelle:http://www.eduvinet.de/mallig/bio/Repetito/Meiose2.html

Die Übertragung der genetischen Information erfolgt bei der Zellteilung, der eine Kernteilung vorausgeht. Somit ist die Mitose die Kern- und Zellteilung bei der aus der diploiden Mutterzelle, zwei diploide Tochterzellen mit gleichen Erbgut entstehen.Die Mitose läuft in Körperzellen ab.

Quelle: http://www.kzu.ch/fach/b/BioP3Kl/Bilder/schemazellz.gif

 

G1, S und G2 gehören zumInterphasenstadium. Während der g1 Phase ist die Zelle stoffwechselaktiv. das Zellplasma wird vermehrt und DNA-Vorstufen werden bereitgestellt.. Bei der S-, also der Synthesephase wird die DNA repliziert und die Ein-Chromatid-Chromosome werden zu Zwei-Chromatid-Chromosome ergänzt, die dann so bis zur Metaphase vorliegen. Ein-Chromatid-Chromosome sind Halbchromosome, die in der Metaphase vorbereitet werden, in der Anaphase an die Pole gezogen werden und so bis zur Interphase vorliegen. Die G2 Phase dient der Vorbereitung der eigentlichen Mitose, in dem sie wichtige Stoffe und Mitohormone synthetisiert.

 

 

Prophase

Die DNA wird spiralisiert, in dem sie auf die Histone aufgewickel wird, wodurch sich der Faden verkürzt. Die Zentriolen wandern zu den Zellpolen und bauen Spindelfasern auf, woraus sich dann später der Spindelapparat entwickelt. Das Kernkörperchen und die Kernmembran lösen sich auf.

 

 

Metaphase

Jetzt ist der Spindelapparat vollständig ausgebildet und die Spindelfasern greifen am Zentromer der Zwei-Chromatid-Chromosome an. Diese werden dann in die Äquatorialebene gezogen und ordnen sich dort nebeneinander an. Die Kernmembran ist inzwischen vollständig aufgelöst.

Anaphase

Die Spindelfasern greifen am Zentromer der Zwei-Chromatid-Chromosome an und ziehen sie mit dem Zentromer zuerst an die Polkappen. Dabei werden aus den Zwei-Chromatid-Chromosomen Ein-Cjromatid-Chromosomen.

Telophase

In dieser Phase bildet sich zuerst das Plasmalemma aus, dann das Kernkörperchen und sie Kernmembran. Der Spindelapparat löst sich auf und die Ein-Chromati-Chromosome werden entspiralisiert. Den Vorgang, in dem sich die beiden Zellen teilen, nennt man Cytokinese. Dabei schnürt das Plasmalemma die Zelle ab.

2.2. Die Meiose

Die Meiose ist die Kern- und Zellteilung bei Geschlechtszellen, bei der aus einer diploiden Mutterzelle vier haploide Tochterzellen entstehen. Die Reduzierung des Chromosomensatzes von 2n auf n verläuft in zwei hintereinander ablaufenden Teilungsvorgängen. Die erste Reifeteilung ist die Reduktionsteilung, in der aus der diploiden Körperzelle haploide Geschlechtszellen hervorgehen. Die zweite Reifeteilung verläuft wie bei der Meiose.

1.Besonderheiten während der Metaphase I

1.interchromosomale Rekombination

Quelle: http://www.scheffel.og.bw.schule.de/faecher/science/biologie/

genetik/5meiose/meiose.htm

Während der Metaphase I ordnen sich die Bivalentenpaare unterhalb,bzw. oberhalb der Äquatorialebene an . Dabei werden die mütterlichen und väterlichen Chromosome gemischt und neu sortiert.

Bei einem Chromosomensatz von 2n gibt es 4 Möglichkeiten um die Chromosomen auf die Keimzellen zu verteilen (22 =4). Bei dem menschlichen Chromosomensatz von 46 Chromosomen, also 23 Chromosomenpaaren gäbe es über 8 Mio. verschiedene Kombinationsvarianten (223= 8388608). Die Meiose bewirkt damit die Neukombination der Gene.

2. intrachromosomale Rekombination

Unter dem " Stückaustausch" versteht man den Austausch von genetischem Material, von Chromatidenstücken zwischen homologen Chromosomenpaaren. Nichtschwesterchromatiden brechen an einer homologen Stelle und kombinieren sich über Kreuz neu (crossing over).  Die Stelle, an der sie sich kreuzen nennt man Chiasma.

2. Verlauf der Meiose

Prophase I

Die verkürzten homologen Chromosome ordnen sich parallel aneinander an (Ende an Ende, Zentromer an Zentromer). Dabei entstehen pro Paarling vier parallele Stränge (= Chromatidentetraede). Die Kernmembran löst sich allmählich auf und der Spindelapparat fängt auf, sich aufzubauen.

 

Metaphase I

Die homologen Chromosome ordnen sich ober - und unterhalb der Äquatorialebene an ( Bivalentenbildung), so dass die Spindelfaser keine Möglichkeit hat, an das Zentromer anzugreifen, da sich Chromosome jedes Paare mit der Spindelfaseransatzstelle zum Zellpol ausrichten. Die Verteilung väterlicher und mütterlicher Chromosome erfolgt zufällig.

Anaphase I

Die homologen Chromsomen weichen auseinander. Durch Spiralisierung der Spindelfasern werden die zu den Zellpolen gezogen, jeweils ein vollständiger haploider Satz. Die väterlichen und die mütterlichen Chromosome werden zufällig auf die zwei neuen Zellen verteilt. Damit ist die Halbierung des Erbgutes von 2n auf n abgeschlossen.

Telophase I

Der Spindelapparat wird nicht mehr gebraucht und hat sich zurückgebildet. Um die Chromosomen bildet sich provisorisch eine Kernmembran. Die Plasmalemma schnürt sich ein, so dass zwei Tochterzellen mit haploiden Chromosomensatz entstehen. Bis zur zweiten Reifeteilung wird nun eine unterschiedlich lange Ruhephase eingenommen, aber keine Interphase.

Reifeteilung II

Im Bild ist die Metaphase II zu sehen.

Die zweite Reifeteilung läuft genauso wie die Mitose ab.

Telophase II

Das Ergebnis der Telophase II sind Ein-Chromatid-Chromosome. Beim Mann sind vier gleiche Gameten, also Samenzellen entstanden und bei der Frau eine etwas größere Eizelle und drei Polkörper, die der Eizelle als Nahrung dienen.

 

3. Vergleich Miose und Meiose

 

Mitose

Meiose

Vorkommen

Beide Vorgänge laufen in einer Körperzelle an, Geschlechtszellen sind schon haploid

Chromosomensatz

diploid

Verlauf

Beides sind Reifeteilungen.

Die Mitose hat eine Reifeteilung.

Die Meiose hat zwei Reifeteilungen

Metaphase

Läuft in der Äquatorialebene ab.

Die Chromosomen ordnen sich nebeneinander an. Die Chromatide werden an die Pole gezogen.

Der Spindelapparat greift an einen Zentromer.

Läuft in der Äquatorialebene ab.

Während der M.I ordnen sich die Chromosomen als Bivalente an und werden als Ganzes an die Pole gezogen und der Spindelapparat greift an das Zentromer der Bivalente.

Bei der M.II ordnen sie sich nebeneinander an.

Anaphase

Ein-Chromatid-Chromosome werden an die Zellpole gezogen.

I = Zwei-Chromatid-Chromosome werden zum Zellpol gezogen.

 

II = haploide Ein-Chromatid-Chromosome werden an die Zellpole gezogen.

Ergebnis

Anzahl

2 diploide Tochterzellen

4 haploide Tochterzellen

Bedeutung

- Vermehren von Körperzellen

-Ungeschlechtliche, vegetative Fortpflanzung

-Längen /Dickenwachstum, bzw. Klonierung

Erhaltung der Art, sorgt für Konstanz bezüglich des genetischen Materials

-Bildung von Geschlechtszellen

-Voraussetzung für geschlechtliche Fortpflanzung

-Variabilität der Art durch Rekombination

-relative Konstanz der Art

Schlussfolgerung

 

-Erhaltung der Art

 

-vegetative Fortpflanzung

-eher Verantwortlich für die Variabilität innerhalb der Art

4. grafische Darstellung der Meiose

1 = späte Telophase II mit Ein-Chromatid-Chromosomen

2 = Synthesephase, die Ein-Chromatid-Chromosomen werden zu Zwei-Chromatid-Chromosomen vervollständigt.

3 = Synthesephase bis frühe Telophase I der ersten Reifeteilung mit Zwei-Chromatid-Chromosomen

4 = Ruhephase bis frühe Telophase II der zweiten Reifeteilung mit Ein-Chromatid-Chromosomen

5 =späte Telophase II bis zum G1- Stadium mit Ein-Chromatid-Chromosomen

2.3. DNA-Replikation

Ziel:

Das Ziel der Replikation ist, dass aus den Ein-Chromatid-Chromosomen wieder Zwei-Chromatid-Chromosomen synthetisiert werden.

Voraussetzungen / Grundlagen:

Damit die Replikation vollzogen werden kann, müssen spezifische Enzyme beteiligt sein. Weitere Voraussetzungen stellen die Basenbinderegel ( Komplementarität ) und die Antiparallelität dar.

Verlauf:

 Der DNA-Strang muss vor der Replikation entwunden werden. Das geschieht mit Hilfe von Helicasen. Unter Verbrauch von ATP wird der Strang enzymatisch durch Aufhebung der WBB in zwei Polynukleotidstränge aufgetrennt. Die geschieht immer nur in kurzen Stücken und kann auch an mehreren Orten gleichzeitig geschehen, immer dort, wo gerade repliziert wird. Dort bildet sich dann ein Replikationsblase, eine Schützhülle aus Proteinen um die Replikationsgabel, damit die DNA nicht beschädigt wird. Die DNA- Polymerase muss erst einen Primer bilden, da die Replikation erst mit dem Startzeichen Origin beginnen kann. Mit Hilfe der DNA-Polymerase lagert sich nun am dreier Ende des freien Polynukleotidstrangs aktivierte Nukleotide komplementär an. Dies geschieht immer in exakter Reihenfolge, wobei der eine Strang stets als Matrize dient. Die DNA-Polymerase kann sich aber nur vom 5´ zum 3´ aufbauen, deshalb kann immer nur ein Strang, der Leitstrang kontinuierlich synthetisiert  werden. Der andere Strang, der Folgestrang kann nur mit Hilfe von DNA-Ligasen stückweiße, in Fragmenten repliziert werden. Dabei könne Fehler entstehen. Es sind zwar wenige, aber sie können folgenschwer sein, wenn sie beim Triplett eins und zwei entstehen. Deshalb arbeiten in der Replikationsblase nachträglich noch Reparaturenzyme. Sie erkennen die Fehlerstellen und schneiden die fehlerhaften Stücke mit Hilfe von Restrinktionsenzymen aus und "kleben" mit Hilfe von Ligasen die richtigen Stücke wieder ein. Die DNA-Replikation ist eine semikonservative Replikation, da jeder neue Doppelhelix aus einen alten und einen neuen Strang entsteht.

Enzyme:

1. Helicasen = ein trennendes Enzym

2. DNA-Polymerase = DNA-verbindendes Enzym

3. Ligasen = einklebendes, verknüpfendes Enzym

4. Restrikionasen = ausschneidendes Enzym

 

Startpunkt:

-Origin

 

Starter:

-Primer

 

Ort der Replikation:

Puff- Replikationsblase

Quelle: http://sbsabi06.sb.funpic.de/images/sorrynicoabermeinaccortrafficistverbraucht!/replikation.jpg

Ergebnis:

Verdopplung der DNA zum Zwecke der Herstellung von Zwei-Chromatid-Chromosomen aus Ein-Chromatid-Chromosomen

Bedeutung:

Die Replikation ist Voraussetzung für die nächste Kernteilung und somit wichtig für die Arterhaltung und Konstanz der Art. Das genetische Material kann unbegrenzt vervielfältigt werden.

Probleme:

Der Folgestrang verläuft vom 3´ zum 5´  und wird durch die Polymerase rückwärts und stückchenweise vom 5´ zum 3´ aufgebaut. Um die Fragmente wieder zusammen zu bauen werden Ligasen benötigt, die vom 3´ zum 5´ synthetisieren. Enzyme mindern den ATP Verbrauch. Der Folgestrang hat meistens mehr Fehler als der Leitstrang. Restrinktionsenzyme kontrollieren ob Fehler eingebaut sind und verbessern sie gegebenenfalls.

2.4. Genregulation

1.Genbegriff- klassische Auffassung

Ein Gen ist ein Funktionseinheit zur Merkmalsbestimmung, eine Austauscheinheit, durch Crossing-Over und eine Mutationseinheit

2. Genbegriff- heutige Auffassung

Merkmale entstehen erst am Ende einer Kette von Reaktionen und jedem Reaktionsabschnitt ist ein spezifisches Gen zu zu ordnen, für dessen Bildung ein bestimmter DNA-Abschnitt zuständig ist. Erst das Tätig werden mehrere DNA-Abschnitte führen zum Merkmal.

Ein Gen ist also ein DNA-Abschnitt, der in seiner Basenfolge die Information für ein Polypeptid enthält und daher eine Funktionseinheit ist. In ihm können Bereiche oder einzelne Basen ausgetauscht werden und durch Mutagene Mutationen verursachen. Dadurch wird die Ein Gen-ein Enzym-Hypothese heute als Ein Gen- ein Polypeptid- Hypothese definiert.

3. Das Operon- Modell

Die zwei französischen Wissenschaftler Jacob und Monod veröffentlichten 1961 das Operon-Modell. Es ermöglicht die Aktivierung und Deaktivierung von Genbereichen.

Bezeichnungen:

Regulatorgen:

- enthält die genetische Information zur Bildung eines Repressorproteins

Repressor:

= ein Protein

- regelt über den Operator die Aktivität eines zugeordneten Strukturgens

- kann dadurch die Proteinsynthese unterbinden

Strukturgen: - enthält die genetische Information zur Bildung eines Proteins
Operator:

= ein Genabschnitt

- enthält das Startzeichen für die DNA-Polymerase

- enthält das Startzeichen für die Transkription

- enthält eine Anbindestelle für Rezeptoren

RNA-Poymerase:

= ein Enzym

- ermöglicht die Transkription

Effektor

- beeinflusst durch durch Anbindung an den Repressor seine Aktivität

-kann ihn Aktivieren, aber auch Deaktivieren

Promotor: = ein DNA- Abschnitt, an der sich die RNA-Poylnerase bindet

Quelle: http://www.biologie.de/biowiki/Bild:Lac-operon.jpg

Funktionsweise des Lactose-Operon:

Enzyme für den Lactoseabbau werden gemeinsam und in gleicher Menge produziert, weil die Gene gemeinsam abgelesen werden. Der Operator, als regulierender Genabschnitt vor den beiden Genen kann mit dem Repressor in Wechselwirkung treten. Vor dem Operator ist der Promotor, der DNA-Abschnitt, der die DNA-Polymerase bindet. Die DNA-Polymerase kann nur Strukturgene ablesen, wenn der Operator nicht durch einen  Repressor blockiert ist. Wenn sich ein Lactose Molekül an den Reprssor bindet, verliert er dadurch seine spezifische Bindungsfähigkeit und die Transkription der Strukturgene kann nicht erfolgen. Die Funktionseinheit von Operator, Promotor und Strukturgen wird als operon bezeichnet.

Allgemein:

Repressoren können die Transkription bestmmter Strukturgene regulieren,d.h. wenn sie am Operator andocken verhindern sie die Transkription. Wenn sie deaktiviert sind, können sie nicht andocken und es kann transkripiert werden. Effektoren regulieren die Aktivität der Repressoren.

Wird während einer Stoffwechselaktivität der Reprssor aktiviert, dann spricht am von einer Endproduktrepression der Strukturgene.

Wird während einer Stoffwechselreaktion der Repressor deaktiviert spricht man von einer Substratinduktion der Strukturgene.

 

3.Veränderung der genetischen Information

3.1. Mutationen

Mutationen sind Veränderung im Genotyp und unter Umständen im Phänotyp. Sie können somit vererbt werden, wenn sie in den Keimzellen auftreten. Sie sind verantwortlich für die Variabilität bzw. das Aussterben einer Art. Wenn veränderte Eigenschaften bei der nächsten Generation erscheinen, kann dies zur Artneubildung führen, wodurch die Mutation sehr bedeutend für die Evolution ist. Mutationen sind plötzliche und  zufällige Veränderungen.

Ursachen:

1. Fehler bei molekularen Prozessen wie:

- Replikation ( durch Fehlpaarung )

- DNA Reparaturenzyme beseitigen nicht alle Fehler

- Chromosomenverteilung während der Zellteilung

2. chemische Mutagene wie:

- Colchicin

- Abgase

-Nikotin / Drogen

 

3.physikalische Mutagene

- UV-Strahlung

- Röntgenstrahlung

- Radioaktive Strahlungen

- Hitze

 

Mutationsformen:

1.Genommutation

= Ploidiemutation

Dabei wird die Chromosomenzahl verändert. Man unterscheidet zwischen Euploidie und Aneuploidie. Bei der Ersten kommt es zur Abweichung des gesamten Chromosomensatzes. Im Pflanzenbereich kommt häufig die dazu gehörende Polyploidie, also drei oder mehrere Chromosomensätze vor. Im Tierreich dagegen schon eher seltener. Beim Menschen würde dies schon während der Embryonalzeit zum Tod führen.

Bei der Aneuploidie kommt es dagegen nur zur Abweichung von der Anzahl einzelner Chromosomen. Dies kann durch Nondisjunktion, also der Nichttrennung von homologen Chromosomenpaaren oder Schwesterchromosomen während der Meiose / Mitose. Dabei entstehen Monosome ( eins zu wenig) und Trisome (eins zu viel). Findet die Nondisjunktion während der zweiten Reifeteilung statt, so ist die eine Hälfte des Chromosomensatzes normal und die andere Hälfte nicht. Dies kann negative Auswirkungen auf das phänotypische Erscheinungsbild haben. Die betroffenen Organismen sind meist nicht, bzw. nur mit schweren Behinderungen lebensfähig.

2. Chromosommutation

Bei Chromosommutation wird die Chromosomstruktur geändert, die über die Grenze  einzelner Genabschnitte hinaus gehen Man unterscheidet  vier verschiedene Arten.

Duplikation Deletation Translokation Inversion

- Menge wird verändert

- durch Überlagerung verschiedener Genabschnitte

- Crossing-over an der falschen Stelle

- Menge wird verändert

- durch falsche Verknüpfung von Bruchenden

- Verlust des zentromerfreien Stückes

- Lage wird verändert

- durch Crossin-over zwischen verschieden Chromosomen

- wirkt sich geringfügig auf den Phänotyp aus

- Lage wird verändert

- wirkt sich geringfügig auf den Phänotyp aus

- durch falsche Verknüpfung der Bruchenden

.3. Genmutation

= Veränderung der genetischen Erbanlage

Sie entstehen zufällig an beliebigen Stellen der Gene/ der Chromosome. Genmutation sind im Sinne der Evulotion. Es können Basen oder längere Genabschnitte betroffen sein. Je größer die veränderten Genabschnitte sind, umso größer sind die zellbiologischen Auswirkungen der Chromosommutation. Es entstehen neue Allele. Man unterscheidet zwischen:

Basensubstitution (= Punktmutation) Deletation Insertion Dublikation

= Austausch von Nukleotiden der DNA

- während der Translation gebildete Polypeptide besitzen andere AS

- oder auf Grund von Redunanz (=Wdh. der AS, die sich verändert haben) verändert sich nichts

- aufgrund von zufällig entstanden Stoppzeichen kommt es zum Kettenabbruch

- mit Leserasterverschiebung

- durch Entfernung von Basen

- mit Kettenabbruch

- durch Einfügen von Basen

- mit Leserasterverschiebung

- durch Verdopplung von Basen

Auswirkungen:

- Veränderung an 3. Triplettstelle sind relativ ungefährlich

- Veränderung an 1. und 2. Stelle sind gefährlich

. können sich positiv Auswirken, wenn sie das Leben verbessern, Erträge bei Tieren und Pflanzen steigern

- negativ wenn sie Krankheiten und Fehlbildungen verursachen

 

3.2. Modifikation

Sind Veränderungen am Phänotyp, ohne Änderung des Genotyps. Sie werden durch Umwelteinflüsse und Faktoren hervorgerufen und wirken innerhalb einer genetisch festgelegten Reaktionsnorm. Modifikationen sind nicht erblich.

Die Rektionsnorm ergibt sich aus allen Toleranzbereichen des Organismus gegenüber Umweltfaktoren, wobei der limitierende Faktor (Faktor mit dem engsten Toleranzbereich) über das Leben eines Organismus entscheidet.

 

Umweltlabile Merkmale Umweltstabile Merkmale

= Merkmale, die innerhalb der Reaktionsnorm durch Umwelteinflüsse modifizierbar sind

- wie Hautfarbe, Haarfarbe

= Merkmale, die keine Reaktionsnorm besitzen

- sind nicht modifizierbar

- wie Blutgruppe, Rhesusfaktor

1.Fließende Modifikation

Die Merkmalsausprägung ist innerhalb der Reaktionsnorm genetisch festgelegt. Wie stark die Merkmale ausgeprägt werden, hängt von den jeweils hemmenden und fördernden Umweltbedingungen ab. Bei Massen und Größenvariabilität existieren fließende Übergänge. Je weiter ein Merkmal vom Optimum abweicht, desto seltener tritt es auf. Beispiele sind die Nadellängen bei Rotlichtfichten, die Samengröße bei Bohnen und die Hautpigmentierung beim Menschen.

2.Umschlagende Modifikation

An einen genetisch festgelegten Umschlagpunkt werden alternierende Merkmale ausgeprägt. Z.B. die Fellfarbe beim Himalaja und Russenkaninchen. Unter 34 Grad bewirkt die Melaninbildung schwarze Fellfarbe. Das Enzym der Melaninsynthese ist sehr temperaturempfindlich, so dass es über 34 Grad nicht arbeiten kann, so färben sich warme Partikel weiß, bzw. hellbraun.

Modifikatorische (phänotypische) Geschlechtsbestimmung

Ein Geschlecht wird nicht nur genotypisch bestimmt, wie beim Menschen, sondern kann auch durch äußere und innere Bedingungen beeinflusst werden. Z.B. wird der Mississippi Alligator bei über 36 Grad zum Männchen und unter 30 Grad zum Weibchen.

Vergleich Mutation Modifikation
Ursache

- Fehler bei molokulargenetischen Prozessen

- wie Replikation und Chromosomfehlverteilung

- hervorgerufen durch Mutagene

- wie Chemikalien und Nikotin

- Umwelteinflüsse wie Licht, Temperatur, Nahrung, Gesellschaft und Nahrung

- Veränderbarkeit der Merkmale

- ökologische Potenz

- Toleranzbereich

Wirkung im Genotyp

im Phänotyp

- wird immer verändert

-kann, aber muss nicht verändert werden

- wird nicht verändert

- immer verändert

Grenzen - nein - innerhalb der Reaktionsnorm
Vererbbarkeit - Ja, wenn sie in den Geschlechtszellen auftreten - nein
Bedeutung

- Erhöhung der Variabilität innerhalb der Art

-genetische Variation

- Artneubildung

= sind positiv, wenn sie das Leben verbessern und negativ, wenn die Arten aussterben oder Krankheiten hervorgerufen werden

- Endziel:

- bessere Anpassungsfähigkeit des Organismus an die jeweiligen Umweltbedinnungen

- sind immer positiv

Gemeinsamkeiten - mögliche Veränderungen im Phänotyp  

Schlussfolgerung      - Modifikationen sind immer positiv, da sie das Leben verbessern, dagegen können Mutationen positiv  oder

                                         negativ wirken .Mutationen sind bedeutsam für die Artneubildung und somit für die Evolution.

 

3.3.  relative Konstanz und Konstanz innerhalb einer Art

Definition Art:

Organismen einer Art weisen Übereinstimmungen in mehreren wesentlichen Merkmalen auf und vererben deren Anlagen. Sie bringen in der Regel fruchtbare Nachkommen hervor und sind gleicher Abstammung. Die Art ist die kleinste Einheit im System der Organismen.

Konstanz

Konstanz wird gewährleistet durch die Stabilität der genetischen Information über Basenbinderegel und Replikation, so wie Fehlerkontrolle bzw. Reparaturprozesse und Weitergabe der genetischen Information durch Mitose.

Variabilität

Variabilität wird gewährleistet durch Intra- und Interchromosomale Rekombination während der Metaphase I , so wie durch die zufälliges reifen einer Eizelle aus vier möglichen Gameten in der Mitose und zufälliges befruchten der reifen Eizelle durch die Samenzelle. Die Ausprägefähigkeit von Merkmalen, die dominant ( überdeckend) und rezessiv ( überdeckbar) sein können.

allgemein gilt:

Die Prozesse, die zur Variabilität führen, d.h. unter Umständen durch individuelle Merkmalsausbildung senken die Konstanz , d.h. die Übereinstimmung in artspezifischen Merkmalen einer Art weswegen eine Art nur relativ konstant ist.

3.3.1. Die Mendelschen Regeln

Der Monohybride Erbgang

Bei seinen ersten Kreuzungsversuchen beschränkte sich Mendel zunächst auf ein zu beobachtendes Merkmal, z.B. Blütenfarbe. Er befruchtete in der P-Gernation ( = Parental / Elterngeneration ) die Narbe einer homozygoten ( reinerbig, alle Allele besitzen gleiche DNA-Sequenz ) roten Pflanze, mit dem Pollen einer homozygoten weißen Pflanze. Mendel wollte erforschen, wie sich nun die Merkmale der P-Generation auf die Hybriden der F1- Generation ( = Filial / Tochtergeneration ) übertragen. Wenn sich beide Farben entsprechend der damals bestehenden Mischhypothese, miteinander vermischen, so müsste rosa entstehen. Doch dies war nicht der Fall. Alle Hybriden erschienen mit roten Blütenblättern. Mendel wiederholte seine Versuche, vertauschte die Geschlechter und stellte immer wieder fest, dass alle Nachkommen der F1-Generation stets rote Blüten besaßen. Diese Einheitlichkeit wird in der ersten, nach ihm benannten

Mendelsche Regel zusammengefasst. Um vorzeitige Trugschlüsse zu vermeiden, lies er Fremdbestäubung zu und beobachtete, dass in der F2-Gernation wieder weiße Blüten auftraten und erkannte, dass sich die Merkmale im durchschnittlichen Zahlenverhältnis von 3:1 aufspalten. Aus dieser Beobachtung schlussfolgert die zweite Mendelsche Regel.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Mendelian_inheritance_3_1.png

1.Mendelsche Regel :

= Uniformitätsgesetz / Rezibrozitätsgesetz

Bei Kreuzungen von homozygoten Individuen einer Art , die sich in einem Merkmal voneinander unterscheiden, aber jeweils reinerbig sind, erscheinen die Nachkommen der F1-Generation im Phänotyp in diesem Merkmal untereinander uniform / gleich.Dies gilt ebenso für reziproke Hybriden.

2. Mendelsche Regel:

= Spaltungsregel

Kreuzt man die heterozygoten  Individuen der F1-Generation, so spalten sich die unveränderten Merkmale der P1-Generation in der F2- Generation im Phänotyp im durchschnittlichen Zahlenverhältnis von 3: 1 und im Genotyp von 1:2:1 auf.

Der Intermediäre Erbgang

http://www.zum.de/Faecher/Materialien/beck/bilder/snapdra.gif

Im Gegensatz zum dominant- rezessiven Erbgang gibt es noch einen Sonderfall, der intermediäre Erbgang. Wird eine homozygote rotblühende Wunderblume mit einer homozygoten weißblühenden gekreuzt, so erscheinen alle Nachkommen in der F1-Generartion mit einer rosafarbenen Blütenfarbe. In der F2-Genartion spalten sich diese Merkmale entsprechend der Spaltungsregel im durchschnittlichen Zahlenverhältnis von einer roten zu zwei rosanen zu einer weißen wieder auf. Die Ursache für dieses seltene Phänomen liegt in der unvollständigen Dominanz. Das bedeutet, dass keines der beiden Allele des anderen überdeckt wird. Bei diesem Erbgang lässt sich der Genotyp durch den Phänotyp bestimmen.

 

 

Der Dihybride Erbgang

 

http://www.tgs-chemie.de/zellbi16.gif

Nachdem sich Mendel ausschließlich auf ein Merkmal konzentrierte, kreuzte er nun Pflanzen die sich in zwei Merkmalen voneinander differenzierten. Er wollte herausfinden, ob Merkmale gemeinsam oder unabhängig von einander weitergegeben werden. So kreuzte er homozygote gelbe/ glatte Samen und homozygote grün / runzelige Samen Die Nachkommen in der F1-Generation wiesen alle die dominanten Merkmale gelb und glatt auf.In der F2-Generation erschienen nicht nur die bekannten Phänotypen mit gelb / glatten und grün/ runzelige Samen, sondern es traten noch zusätzlich zwei neue Kombinationen auf: zum einen gelb / runzelige und zum anderen grün / glatte Samen. Im Phänotyp spalten sie sich wieder im Verhältnis von 9:3:3:1 ( gelb/ glatt : grün/ glatt : gelb / runzelige : grün / runzellig) wieder auf. Insgesamt existieren 9 verschieden Genotypvarianten Dem zu Folge schlussfolgerte Mendel, dass Merkmale unabhängig von einander vererbt werden und durch diese unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten das Entstehen von neuen Arten gewährleistet wird. Daraus resultierte die 3.Mendelsche Regel, welche auch als Regel der Neukombination der Gene bekannt ist.

3.Mendelsche Regel

= Unabhängigkeitsregel

Bei Kreuzungen von homozygoten Individuen einer Art, die sich in mindestens zwei Merkmalen von einander un unterscheiden, treten in der F2- Generation alle Kombinationen der Elterngeneration, sowie Neukombinationen auf, da jede Merkmalsanlage unabhänig und zufällig weitergegeben wird.

 

3.4. Expressivität und Penetranz der Gene

Vollständige Penetranz

Vollständige Penetranz e ist die Durchschlagkraft eines Gens, bzw. die Ausprägehäufigkeit eines Merkmals. Das heißt, ein dominierendes Merkmal prägt sich in der Generationsfolge ohne Unterbrechung aus.

Unvollständige Penetranz

Trotz Dominanz prägt sich ein Merkmal in der nachfolgenden Generation nur schwach, bzw. gar nicht aus.

Expressivität

Expressivität ist der Ausprägegrad eines Merkmals. Das heißt, dominante Merkmale prägen sich trotz gleicher Allele in verschiedenen Abstufungen phänotypisch aus.

Genkopplung - Kopplungsbruch

Wenn Merkmale auf einen Gen liegen, werden sie gekoppelt weitergegeben und sind nicht freikombinierbar Solche Kopplungsgruppen schränken die Variabilität und freie Vererbbarkeit nach Mendel ein. Aber durch intrachromosomale Rekombination können solche Kopplungsgruppen aufgetrennt werden.

 

4.Humangenetik

4.1.genetisch bedingte Erbkrankheiten

Genetisch bedingte Erbkrankheiten sind keine nicht heilbar. Therapien sind zur Leidensminderung da. Man unterscheidet bei Krankheiten zwischen Infektionskrankheit, die stark umweltabhängig sind und Erbkrankheiten, die stark genetisch bedingt sind. Beide Krankheitsarten sind von ungünstigen Verhältnissen zwischen genetisch fixierten Reaktionen und umweltbedingten Risikofaktoren abhängig. Der Genotyp gibt eine mehr oder weniger breite Reaktionsnorm gegenüber Umweltbedingungen bei der Merkmalsausprägung vor. Weder eine normale Körpereigenschaft noch eine Krankheit kann sich unabhängig von der genetisch-biologischen Wirkung entwickeln.

Monogene Vererbung

Wenn ein Gen, bzw. ein Allel für die Ausbildung eines Merkmales bzw. für eine genetisch bedingte Krankheit zuständig ist. spricht man von monogener Vererbung. Hier gelten die Mendelschen Regeln ( Die Krankheiten "mendeln"). Solche Erbgänge sind voraussagbar.

Polygene Vererbung

Wenn viele Gene bzw. Allele für die Ausbildung von einem Merkmal, bzw. für eine genetisch bedingte Krankheit zuständig sind, spricht man von polygener Vererbung. Hier können die Mendelschen Regeln nicht angewandt werden. Solche Erbgänge sind nicht, bzw. nur schwer voraussagbar.

Multifaktorielle bedingte Krankheiten

Viele Krankheiten unterliegen polygenen Vererbungsgängen. Sie sind durch das Zusammenwirken von vielen Genen und Umweltfaktoren bestimmt.

 

4.2. autosomale und gonosomale Vererbung

Autosomale Vererbung

Bei der autosomalen Vererbung liegt das Merkmal auf den Autosomen ( 1-22Paar). Der Merkmalsträger ist geno- und phänotypisch krank. Man unterscheidet in:

dominat autosomale Vererbung rezessiv

= Merkmalsträger muss homozygot sein

- z.B. :erbliche Knochenbrechende Krankheit

- Spargelgeruch des Urins

- Kurzfingrigkeit

- Vielfingrigkeit

- erbliche Nachtblindheit

= Merkmalsträger kann bezüglich des mutierten Gens homo- bzw. heterozygot sein

- zum Beispiel:

- Albinismus

- Kreatinismus

- Galaktosämie

Gonosomale Vererbung

Bei der gonosomalen Vererbung liegt das Merkmal auf einen Gonosom. Man spricht auch von x-chromosomal, da die Y-Chromosome zu klein sind und somit außer Geschlechtsinfo keinen weiteren Inhalt besitzen. Man unterscheidet in :

Autosomal dominant Autosomal rezessiv

http://www.zum.de/Faecher/Materialien/beck/13/bs13-19.htm

 

- sind alle Männer betroffen, die ein mutiertes x-Chromosom besitzen

- oder Frauen, die zwei mutierte Gene besitzen , also homozygot sind

- Heterozygote Überträgerinnen sind Konduktorinen

- sie sind genotypisch krank und phänotypisch gesund

 

.

5. Ausgewählte Anwendungsgebiete der Genetik

5.1. Bakterien

Sind einzellige mikroskopisch kleine" Stäbchen" ohne echten Zellkern. Sie bilden den Organismenbereich der Prokaryoten und können Sporen bilden. Man unterscheidet 3 Grundformen der Bakterien:

Formen

http://www.medizinfo.de/infektionen/images/bakterienformen.gif

Kokken:

- sind Kugelbakterien

- treten einzeln oder vergesellschaftet auf

- z.B. Streptokokken und Staphylokokken

Stäbchenförmige Bakterien

- bilden mehrgestaltige Fäden

- oder kommen in Keulenform vor

Gekrümmte Stäbchen

- sind gekrümmt ( Vibrionen)

- spiralig oder auch schraubenförmig ( Spirochäten)

Bau

http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Bakterienzelle_schematisch.png

Die innerste Schicht der Zellwand besteht aus Murein. Dies ist ein Peptidoglykan, dass über Peptidgruppen miteinander verknüpft ist. Bei Pflanzen ist dies Cellulose.

Das Flagelum ist die Geißel,ein fadenförmiges, ektoplasmatisches Organell, was zur Fortbewegung dient.

Die Schleimkapsel ist eine extrazelluläre Hülle bei kapselbildenten Bakterien Sie dient als Schutz vor Phagozytose.Meist besteht sie aus Polysachariden,selten aus Proteinen.

Das Plasmid ist ein extrachromosomales DNA oder RNA Molekül, dass unabhängig repliziert wird. Es ist ein ringförmig angeordnetes Element wo keine lebenswichtigen Infos und nur wenig Gene enthalten sind. Auf ihnen befinden sich meist besondere Eigenschaften, die ihnen einen Selektionsvorteil bilden. Oft sind es Resistenzgene.

Der DNA-Ring liegt frei im Zytoplasma. Wodurch er sehr anfällig für Mutationen ist . Er kann auch eine Resistenz gegenüber Antibiotika entwickeln.

Ein Pili / Pilus ist ein Anhangsgebilde bei verschiedenen Bakterienarten,ist aber nicht überall vorhanden. Es dient zur Übertragung der genetischen Information von Bakterium zu Bakterium .Nur Bakterien mit Plasmide können Pilis ausbilden.

http://www.egbeck.de/skripten/13/bs13-6.htm

Plasmide vermehren sich durch Replikation, besitzen wenig Gene aber dafür häufig Resistenzgene gegen z.B. Antibiotika. Sie verfügen außerdem über den F-Faktor (Fertilitätsfaktor ). Fertilität ist die geschlechtliche Vermehrungsfähigkeit. Das Vorhandensein des F-Faktors ( F+) befähigt eine Zelle sich an eine Zelle ohne den F-Faktor (F-) anzulagern. Durch eine Plasmidbrücke (Pilus) wird die vorher gebildete Kopie der Plasmid-DNA in die Empfängerzelle übertragen. Diese besitzt dann ebenfalls den F-Faktor. Auch Resistenzgene werden so übertragen. Harmlose Darmbakterien besitzen gelegentlich Plasmide mit Antibiotika- Resistenz. Diese können auf krankheitserregende Bakterien übertragen werden, die dann die Resitenz weitervererben Statt ein Plasmid kann auch der F-Faktor in einen ringförmigen Chromosom eingebaut sein.

Lebensweise

- aerobe Bakterien benötigen Sauerstoff

- für obligat anaerobe Bakterien ist Sauerstoff Gift

- fakultative anaerobe Bakterien können mit und ohne Sauerstoff leben

- heterotrophe Bakterien leben von toten oder organischen Substanzen

- manche Bakterien haben Chlorophyll im Mesosom eingelagert

 

http://www.jochemnet.de/fiu/culture.jpg

Bakterien vermehren sich durch Querteilung ( Spaltung) oder Sprossung, asexuell durch Zellteilung und Knospung

1= lag-Phase:

- Bakterien in frischer Nährlösung

- gewöhnen sich an die neue Umgebung

2+3= log-Phase:

- logarithmisches / expotentielles Wachstum

4 = Stationäre Phase

- Bakterienanzahl steigt

- Nahrungsangebot sinkt

- Vermehrungs- und Absterberate ist gleich

- Stagnation

5= Absterbephase

- nicht mehr genügend Nahrung

 

Vorteile von Bakterien bei molekularbiologischen Untersuchen

- lassen sich mit wenig Aufwand in großen Mengen züchten, da kurze Generationsdauer

- einfach gebaute Zellen

- viele Mutationen möglich

- besitzen nur ein einziges ringförmig gebautes Chromosom

- immer haploid, wodurch sich ein mutiertes Gen sofort auswirkt

- Konjugationsfähig

- manche Bakterien besitzen Plasmide

 

5.2. Viren

1. Definition

Virus stammt aus dem lateinischen und heißt übersetzt "Schleim", "Saft" und "Gift". Ein Virus ist ein genetische Element in Form von Nukleinsäuren, das als Fremdbestandteil in Zellen von Lebewesen mit Hilfe von Replikationseinrichtungen in eine Zelle repliziert wird. Viren sind keine Zellen , die sich selbst replizieren können, sondern organisierte Partikel, die keinen eigenen Stoffwechsel besitzen und erst durch einen Wirt "zum Leben erweckt werden".

 

2. Formen von Viren

- Viren kommen als Nukleinsäuren in den Wirtszellen

- oder als freie Partikel außerhalb von Zellen vor

 

3.Merkmale

-besitzen nicht alle Kennzeichen eines Lebendigen

- keinen eigenen Stoffwechsel

. verfügen nicht über Wachstum und Vermehrung erforderlichen Enzyme ( keine selbstständige Vermehrung)

- veranlassen die Wirtszelle ihr Nukleinsäuren und Proteine zu produzieren ( Bildung neuer Viren)

- wirken meist pathogen

- Wirtszellen gehen meist zu Grunde

- Baktieriophagen = bakterienangreifende Viren ( siehe Abd.)

- Viroide

= einfacher gebaut als Viren

- bestehen aus einen einzigen Nukleinsäurenmolekül

- sind Krankheitserreger

4.Bau

http://www.dechemax.de/img/dechemax_/Wettbewerb

2004/Bilder/9Phage.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/2/2c/Bakteriophage

_T2_geschnitten.png/320px-Bakteriophage_T2_geschnitten.png

 

5. Lytische Vermehrung

 

1= Adsorption = Anheftung

- nach Schlüsselschlossprinzip

- Phagen heften sich an bestimmte Zellen der Zellwand des Wirtsbakterium

- Endplatte muss der Anheftplatte entsprechen ( Wirtsspezifität)

2+3 = Injektion

- durch Lysozym wird Bakterienwand aufgelöst

- durch Spannung der Scheidewand wird über den Stift DNA / RNA injiziert

- Phagenhülle ( Proteinhülle) bleibt auf Bakterienoberfläche zurück

- diese verkümmert und wird abgebaut

4 = Latenzphase

- durch Abbau von Bakterienchromosomen wird Bakterienstoffwechsel auf Phagenvermehrung umgestellt

- durch aktive Phagen RNA / DNA werden neue Phagenbestandteile ( RNA / DNA, Kapside, Schwanzteile ) produziert

- Lysozym wird am Ende der Latenzphase gebildet und zerstört mureinhaltige Schicht

5 + 6 = Reifephase

- Einzelteile lagern sich zur vollständigen Phase zusammen

7 = Freisetzungsphase

- wenn genügend Lysozym vorhanden ist, kommt es zur Zellwandauflösung

- osmotische Schranke im Bakterium wird zerstört

- Viren werden freigesetzt

 

6. Lysogene Vermehrung

http://ntbiouser.unibe.ch/Trachsel/teaching/MBVorl/Phagen_und_Viren.htm

- die Phagen DNA muss nach der Injektion nicht sofort aktiviert werden

- sie kann vorerst in die Bakterien DNA mit eingebaut werden

- dies geschieht, wenn ein Repressor vorhanden ist , dadurch bleibt sie inaktiv

- Prophagen sind Bakterien, die in ihrer DNA die genetische Information von Viren enthalten

- bei der Zellteilung entstehen neue Phagen

- dadurch wird auch die Virus DNA und RNA verdoppelt

- Problem:

- wenn bei allen Prophagen die Viren DNA / RNA aktiviert wird, kommt es zur schnellen Vermehrung der Viren

- durch spezialle Umwelteinflüsse ( Chemikalien, Röntgenstrahlung) kann der Repressor Inaktiviert werden

 

7. Viruskrankheiten

 

Unter Viruskrankheiten versteht man von Viren hervorgerufene Infektionskrankheiten, die sich von anderen Infektionskrankheiten dadurch unterscheiden, dass ihre Erreger, die Viren, sich nur kurze Zeit im Blut aufhalten (Virämie), da sie schnell in die Zellen eindringen, und dadurch, dass bestimmte Virusarten bestimmte Zellarten bevorzugen.
(Quelle: www.wissen.de)

z.B. Influenza

- Pocken

- Herpes

- AIDS

- Röteln

 

 

5.3. gentechnische Verfahren

1. Begriff Gentechnik

Gentechnik ist eine Manipulation in Form von gezielter Übertragung fremder Gene in den Genbestand einer fremden Zelle, bzw in einen anderen Organismus. Dadurch kommt es zu neuen Genkombination und Vervielfältigung derer.

 

2. Ziel

- Herstellung von Rekombinierter DNA

- Heilung von Erbkrankheiten durch Genübertragung

- Erzeugung von wirtschaftlichen und medizinisch wichtigen Stoffen

- Verbesserung der Nahrungsmittelproduktion

- Einsatz von Mikroorganismen bei z.B. Schadstoffabbau

- Beschleunigen von Recyclingsprozessen

 

3. Ergebnis:

- transgene Organismen

= durch Gentechnik veränderte Organismen

 

4. Methoden / Verfahren

http://www.webmic.de/images/gentec2.jpg

 

Transportsystem

- hat Marker zur Erkennung der Fragmente und Effektor ( Kontrollregion)

- diese aktiviert nur das wichtigste eingesetzte Gen

- bei Aktivierung der gesamten Viren DNA würde das Bakterium zerstört

- übertragene Gene müssen aus dem vorkommenden Genom isoliert und in fremde DNA eingebaut werden

- Restrinktionsenzyme " Scheren" zerlegen DNA Moleküle an festgelegten Stellen in Bruchstücke

- als "Leim " dienen die klebrigen Enden

- da durch den versetzen Schnitt die DNA einsträngig im Schnittbereich vorliegt

- der Einbau fremder DNA geschieht mit den gleichen klebrigen Enden und Hilfe von Verknüpfungsenzymen

- Ligasen dienen zum Verkleben der Seitenstränge

- DNA- Fragmente müssen an ein Transportsystem gebunden sein um in eine Zelle zu gelangen

- Vektoren ( Passagier-DNA) stellen ein solches Transportsystem dar

- verwendet werden dabei die Plasmide von Bakterien ( Konjugation) oder Viren ( Prophagen)

- DNA-Fragmente werden durch die Gelektrophase sortiert

- durch Polymerasekettenreaktion wird sie vermehrt

 

 

5. Zusammenfassung/ Verlauf

1. Herstellen der DNA Fragmente

2. Konstruktion eines Vektors

3. Einbau der DNA Fragmente in Vektoren

- rekombinerte DNA

- z.B. Hybrid Plasma

4. Überprüfen der rekombinierten DNA in Zellen

5. Klonierung der Zellen

6. Srceening, Aussortieren, Gruppenaufteilung

7. Testung der Böden

8. Isolierung